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| 19.04.2013

Tarifrunde: UKGM und ver.di erzielen Kompromiss für 6.500 Beschäftigte in Gießen und Marburg

Erhöhung der Löhne und Gehälter in mehreren Schritten bei einer Laufzeit von zwei Jahren – Umfangreiche Entfristungen in der Pflege - Gesamtpaket steht unter Gremienvorbehalt

In der heutigen, vierten Verhandlungsrunde für die rund 6.500 nicht-ärztlichen Beschäftigten am Universitätsklinikum Gießen und Marburg konnte ein Tarifkompromiss zwischen Geschäftsführung und Gewerkschaft ver.di erzielt werden, der eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in mehreren Schritten vorsieht. Vor dem Hintergrund der sehr angespannten wirtschaftlichen Lage am UKGM wurde ein Gesamtpaket geschnürt, das beiden Seiten Planungssicherheit für die Jahre 2013 und 2014 bietet. Die Eckpunkte der Verabredung stehen allerdings noch unter Gremienvorbehalt und bedürfen der Zustimmung der Vorstände und Tarifkommissionen.

UKGM und ver.di haben sich auf folgende Punkte verständigt:

  • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen der Beschäftigten sollen in 2013 zunächst durch Einmalzahlungen, dann durch sozial gestaffelte Sockelbeträge steigen
  • Für das Jahr 2014 ist im dritten Schritt eine lineare Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen vorgesehen
  • Die Verhandlungspartner haben sich auf eine Entfristung bestimmter Beschäftigungsverhältnisse im Pflege- und Funktionsdienst verständigt
  • Ferner sollen Mitarbeiter von Tochterfirmen in die UKGM-Servicegesellschaft überführt werden. Betroffen davon sind 236 Mitarbeiter
  • Die Laufzeit des Vergütungstarifvertrages soll zwei Jahre betragen und endet am 31. Dezember 2014

Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Martin Menger, sagte dazu am Abend: „Wir haben ein Verhandlungsergebnis erzielt, das uns in seinem Gesamtvolumen an unsere wirtschaftliche Grenze führt, gleichzeitig aber Planungssicherheit für den Weg der notwendigen Konsolidierung des UKGM bietet. Ich werte diesen Kompromiss als Zeichen für ein konstruktives Miteinander im Sinne des Unternehmens und der Mitarbeiter.“

In den nächsten Tagen werden Gremien und Vorstände beider Seiten über den heute erzielten Kompromiss beraten und entsprechende Beschlüsse fassen müssen.

Weitere Informationen

Die rund 6.500 nicht-ärztlichen Beschäftigen am UKGM sind beispielsweise Mitarbeiter des Pflege- und Funktionsdienstes, der Verwaltung, der Technik, des medizinisch-technischen Dienstes, des klinischen Hauspersonals und des Wirtschafts- und Versorgungsdienstes. Der Tarifvertrag wird direkt zwischen der UKGM GmbH und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft geschlossen.

Für die über 1.500 Ärzte am UKGM finden gesonderte Verhandlungen zwischen dem Marburger Bund und dem Land Hessen statt. Das Ergebnis dieser Verhandlungen wird – da die Ärzte vom Land gestellt sind – auf die UKGM GmbH übertragen.

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) mit seinen 80 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG zu 95 Prozent die Verantwortung als Betreiber dieses ersten privatisierten Universitätsklinikums in der bundesdeutschen Geschichte und hat seitdem über 367 Millionen Euro dort investiert. Die rund 9.700 Beschäftigten versorgen jährlich rund um die Uhr 92.000 stationäre und über 334.000 ambulante Patienten. In Gießen und Marburg stehen 2.230 Betten und 57 Operationssäle für modernste Diagnostik und umfassende Therapie und Behandlung auf internationalem Niveau zur Verfügung. Mehr dazu unter http://www.ukgm.de


Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Rudolf-Buchheim-Straße 8
D-35392 Gießen

Frank Steibli
Leiter Kommunikation
und Pressesprecher
Telefon: (0641) 985-51020
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Web: www.ukgm.de