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| 30.01.2020

UKGM: Es gibt keinen Grund für einen Warnstreik / Marburger Bund ruft Ärzte zu Arbeitsniederlegungen am 4. Februar auf

Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg hält den Aufruf des Marburger Bundes zu Warnstreiks der Ärztinnen und Ärzte am 4. Februar 2020 für „unbegründet“. „Wir sind derzeit in guten Gesprächen über höhere Entgelte und stehen am Anfang der Verhandlungen. Deshalb gibt es keinen Grund, unsere Unikliniken in Gießen und Marburg zu bestreiken“, sagte heute der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Gunther K. Weiß, und verbindet dies mit einem Appell an alle Ärzte, sich nicht an diesen Arbeitsniederlegungen zu beteiligen und die Patientenversorgung auch an diesen Tagen sicherzustellen. 

Derzeit laufen an den Universitätsklinika Frankfurt, Gießen und Marburg Tarifgespräche für den ärztlichen Dienst unter Federführung des Hessischen Innenministeriums, da am UKGM tätige Ärztinnen und Ärzte Landesbeschäftigte sind.

In der 1. Verhandlungsrunde am 22. Oktober vergangenen Jahres  wurden vom Marburger Bund die Forderung der Gewerkschaft konkretisiert und die Verhandlungen dann am 14. Januar 2020 fortgesetzt. In der zweiten Verhandlungsrunde vor wenigen Tagen wurden die Forderungen zwischen den Tarifvertragsparteien bewertet und intensiv verhandelt. Die Arbeitgeberseite unterbreitete sodann ein erstes Angebot:

  • Rückwirkend ab Januar 2020 eine Erhöhung um 2,0 Prozent, ab Januar 2021 weitere 2,0 Prozent und im Januar 2021 weitere 1,0 Prozent.
  • Weitergewährung des LandesTicket Hessen für die Jahre 2020 und 2021 und optional für 2022 unter dem Vorbehalt der Fortgeltung des TV-LandesTicket Hessen.

Die Verhandlungen wurden einvernehmlich in den Februar vertagt. Als Verhandlungstermin wurde zwischenzeitlich der 27. Februar vereinbart. „In diesem Zusammenhang können wir den Streikaufruf des Marburger Bundes nicht nachvollziehen, da wir uns in konstruktiven Verhandlungen befinden, mit dem Ziel, möglichst schnell ein für beiden Seiten akzeptables Verhandlungsergebnis zu erzielen“, so Dr. Weiß.

An die Patienten in Gießen und Marburg gerichtet, sagt Dr. Weiß: „Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg wird alles dafür tun, die medizinische Versorgung auch während der Streikmaßnahme so weit als möglich sicherzustellen. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass es im Bereich der planbaren Untersuchungen und Behandlungen zu Verzögerungen oder Ausfällen kommt. Wir bitten dies bereits jetzt zu entschuldigen. Die Notfallversorgung ist aber auf jeden Fall gewährleistet. Dafür werden wir eine Notdienstvereinbarung treffen.“

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Statement aus dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport:

Der Verhandlungsführer des Landes Hessen, Staatssekretär Dr. Stefan Heck, sagte anlässlich der Streikankündigung des Marburger Bundes: "Ich habe kein Verständnis für diese Entscheidung. Wir sind bei den Tarifverhandlungen bisher gut vorangekommen und ich habe die Gespräche als sehr konstruktiv empfunden. Der Streik ist überflüssig und ändert auch nichts an der Tatsache, dass unser Angebot fair und angemessen ist. Wir bieten nicht nur die analoge Erhöhung zum TdL-Abschluss aus April 2017, sondern legen noch das LandesTicket oben drauf. Das ist ein attraktives Gesamtpaket für die Beschäftigten."

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Kontakt:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Frank Steibli | Leiter Kommunikation und Pressesprecher
T. (0641) 985-51020 | frank.steibli(at)uk-gm.de